Stress abbauen mit Yoga

Bist du auch der Meinung, dass alle Yogalehrer und Yogalehrerinnen nicht gestresst sind? Schliesslich machen sie ja Yoga, das soll entspannend wirken.

 

Ja, das stimmt: Yoga entspannt.

Und nein: Wir Yogalehrer/innen sind deswegen nicht vor Stress gefeit.

 

Das Leben bietet viele Herausforderungen, die wir entweder als positiv oder negativ empfinden. Wenn wir es als positiv ansehen, aktiviert die Herausforderung unsere Kräfte. Wir fühlen uns inspiriert, belebt – das Leben prickelt.

 

Wenn wir uns von der Herausforderung überfordert fühlen und es deshalb als negativ empfinden, fühlen wir uns gestresst.

 

Der Chemie-Cocktail in unserem Körper ist aber derselbe: Stress. Aber – es gibt positiven Stress (Eustress) und negativen Stress (Disstress). Einen spannenden Artikel zu Stress und wie unser Körper darauf reagiert findest du unter dem Artikel Was ist Stress von Entspannungstipps.ch

 

Stress wird unterschiedlich wahrgenommen.

Seit ich Yoga praktiziere, ist es nicht so, dass ich gefühlt weniger Rückenschmerzen etc. habe. Doch faktisch ist es so:

  • Ich werde dank Yoga viel achtsamer, wenn sich Schmerz zeigt
  • Ich achte mich viel schneller auf Signale meines Körpers (Spannung, Temperaturveränderung und ähnliches)

Ich realisiere, wie verspannt und gestresst ich früher war – und das aber nicht mal bemerkt habe. Mein Nacken, meine Schultern, mein Rücken waren betonhart. Aber ich verspürte keine Schmerzen. Selbst wenn die Masseure/innen auf meinem Rücken rumturnten spürte ich keinen Schmerz. Was aber NICHT bedeutet, dass ich nicht verspannt war.

 

Erst als ich die stressigen Situationen in meinem Leben reduzierte, löste sich auch die Spannung in meinem Körper, die Muskeln wurden weich – und ich begann auch den Schmerz zu spüren, der dann mit der Zeit verschwand. Was ich damit aussagen will?

 

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Welche Farbe zeigt deine Ampel an?
  • Wir ergreifen viel zu spät Massnahmen, um unserem Körper und Geist Gutes zu tun.
  • Erst wenn wir den Kopf nicht mehr wenden können, gehen wir in die Massage oder zum Arzt.
  • Erst wenn wir den Arm nicht mehr heben können, gehen wir in die Physiotherapie.
  • Erst wenn wir Verdauungsprobleme, Hautprobleme oder ähnliches haben, stellen wir unsere Ernährung um.

Der Körper muss meist laut schreien, bis wir reagieren. Und dann dauert es dafür umso länger, bis er sich regeneriert hat. Schade, nicht wahr?

 

Wie können wir mit yoga den stress abbauen?

1. Bewegung

Yoga sorgt mittels Bewegung dafür, dass der Körper wieder geschmeidig wird. Stell dir vor, du sitzt den ganzen Tag am Tisch. Da sind gewisse Muskelgruppen überdehnt, gewisse Muskelgruppen zu angespannt, gewisse werden gar nicht genutzt. Dank der vielseitigen Bewegungen und Dehnübungen werden wieder alle Muskeln wieder durchblutet – und bleiben somit gesund.

 

2. Atmung

Durch das bewusste und tiefe Atmen versorgen wir unseren Körper wieder mit Sauerstoff und nutzen unsere Atemmuskeln wieder. Sauerstoff ist notwendig für unseren Körper, das ist wohl allen klar.

 

3. Vagus-Nerv/Para-Sympathikus

Durch die tiefe (Ujjayi)-Atmung wird auch der Vagus-Nerv aktiviert, welcher Teil des Parasympathikus ist. Der Parasympathikus ist jener Teil des vegetativen Nervensystems, der für die Regeneration zuständig ist. Und Regeneration passiert nur, wenn wir entspannt sind. Also ist die Atmung doppelt nützlich: Sauerstoff-Sättigung erhöhen und andererseits Zell-Regeneration anstossen.

 

4. Fokus nach innen/auf den Moment

Mental richten wir im Yoga weg vom Aussen, hin zum Innen. Wir vergleichen uns nicht, wir brauchen keine Ziele erreichen, wir dürfen einfach sein wie wir sind – und spüren, dass wir ok sind, so wie wir sind. Diese Selbst-Akzeptanz ist heilsam für Geist und Seele.

 

Mehr gelassenheit dank yoga und meditation

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Gelassen bleiben trotz Stress - dank Yoga.

Ich bin nun also selbständige Yogalehrerin, -Ausbildnerin und Meditations-Ausbildnerin. Dieses Wochenende verbrachte ich in den Bergen und bildete Meditations-Kursleiter aus. Tönt alles sehr stress-los, nicht wahr? Nun gut: war es nicht. Während der Ausbildungsmodule war es schon seeeehr entspannt. Doch vorher und nachher muss ich ja alles andere erledigen. Anfragen beantworten, Termine bestätigen, Nachrichten beantworten, Rechnungen schreiben, Bestätigungen schreiben, Workshops aufsetzen, Newsletter erstellen…

 

Kurz und gut: Ausbildungs-Tage sind stressige Tage. Was aber nicht bedeutet, dass ich gestresst bin oder meine Gelassenheit verliere.

 

Die ersten Signale von Stress werden mir von meinem Körper gesendet:

  • Die Spannung in meinem Nacken nimmt zu
  • Die Spannung in meinem Rücken nimmt zu
  • Meine Schultern verspannen sich ganz leicht

Ich weiss in der Zwischenzeit, dass dies die Phase 1 ist. Früher habe ich diese Phase erst gar nicht wahrgenommen. Sondern hab das auf das erhöhte physische Pensum abgeschoben. Heute weiss ich: Das hat damit nichts zu tun. Bei mir ist es wirklich der Stress.

 

meine lösung: delegieren, verschieben

Wenn ich also merke, dass ich negativen Stress empfinde, beginne ich meine Arbeiten durchzukämmen:

  • Was kann ich verschieben?
  • Was kann ich delegieren?
  • Was ist gar nicht mehr nötig?

Manchmal kann man den Stress auch nicht zu 100% loswerden. Aber vielleicht lässt er sich zu 50% reduzieren – das ist doch auch schon was, nicht wahr?

 

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Wieder beweglich werden dank Yoga.

Heute freue ich mich also aufs Training. Nach 3 Tagen sitzen und meditieren, braucht mein Körper die Bewegung. Um die Stresshormone wieder rauszuspülen. Die Muskeln wieder intensiv zu durchbluten. Mich wieder zu spüren. Für mich eignet sich dafür halt Tigress Yoga. Welcher Yoga-Stil für dich am besten passt? Probiere aus, und du wirst es merken. :)

 

Und nächstes Wochenende sind wieder Yoga-Ausbildungen angesagt – darauf freue ich mich schon!

Heute für dich: Ein Flow ideal um stress abzubauen

Literaturtipp: 10 Antistressübungen