Die Synthese

Seit über 3 Jahren ist es mein Ziel, Prinzipien/Elemente des Yoga sowie Anatomie ins Kung Fu zu transferieren. Nicht simple Asanas oder Übungen, sondern tiefergehende Überlegungen.

 

Jaja, ich weiss, es sind bereits viele Jahre vergangen. 😉 Aber das liegt daran, dass ich damals einfach noch nicht genug wusste. Das Ziel war definiert, aber der Weg noch nicht weit genug gegangen. Natürlich begann ich mit einfachen Übungen, welche vom Yoga entliehen und ins Kung Fu integriert wurden. Rein technisch also. Diesen Ansatz fand ich unbefriedigend. Und entschloss mich, den Fokus aufs Yoga und die Anatomie zu legen.

 

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Erst gestern, nach einem Workshop in unserer Kung Fu Schule, habe ich den Eindruck, dass ich das erste Mal die Synthese geschafft habe bzw. dran bin, sie zu schaffen. Ich kann nicht nur (rein technisch) aus einem Fundus aus Yoga-Übungen schöpfen, sondern beginne zu verstehen, wie die Muskeln, Bänder und Gelenke (inkl. ihrer Position) mit dem Atem zusammenspielen – und wie sie die Körperstruktur verändern. Eine kleine Veränderung eines Gelenks in ihrer Position – und schon ist die Struktur instabil. Wenige Millimeter, wo die Schulter nicht am rechten Platz ist, schon kann keine Kraft übertragen werden. Das Verstehen dieser Prinzipien (wann, was, wo, warum) und diese dann auch noch visuell zu erkennen, ist ein Horizont, der sich gerade vor mir auftut.

 

Und löst nur ein Gefühl in mir aus: Excitement. Dieses Verstehen und Erkennen beflügelt mich – doch bin ich erst am Anfang des Weges. 🙂 Und das ist super so!