Mein Yoga

Der menschliche Körper ist erstaunlich. Als Kind flexibel und beweglich, als Erwachsener (oft) steif und träge. Der Körper gibt schnell ab, wenn er nicht bewegt wird, wenn er keine Anreize bekommt. Er degeneriert, traurig, aber wahr. Muskeln geben an Masse ab, die Sehnen werden steif, verlieren an Elastizität. Schmerzen sind die ersten wahrnehmbaren Folgen.

 

Yoga hilft, den Körper und Geist kraftvoll und geschmeidig zu halten. Mit einfachen, korrekt ausgeführten Asanas kann Yoga das Körpergefühl schulen, Stärke aufbauen und einen Ausgleich zum Alltag herstellen.

 

Im Yoga geht es auch nicht darum, sich so zu verrenken, dass man im Zirkus auftreten könnte. Es geht darum, wie du gelassen und zentriert bleiben kannst – auch wenn du dich ausserhalb deiner Komfortzone bewegst. Das ganze Beugen und Dehnen und Balancieren dient lediglich dazu, dich an einen Ort zu bringen, wo du dich selbst herausforderst und dennoch ruhig bleibst.

 

Wichtig ist dabei die Qualität der Ausführung. Für mich beinhaltet die Qualität der Ausführung

– die Körperkontrolle in jeder Sekunde, bei jedem Millimeter

– die Achtsamkeit bei der Atmung (manchmal sogar DASS überhaupt geatmet wird)

– den Geist entspannt haltend (kein Erzwingen, sondern gemeinsam mit dem Körper arbeiten)

– die Konzentration, welche konstant und stark da ist.

 

Denn eine Yoga-Position ist nur eine Überprüfung dessen, was wir zu leisten bereit und fähig sind. Die Position dient der Überprüfung der Körperbeherrschung, der Konzentration, des Durchhaltevermögens. Die Position ist nur der „Stempel“, ob der Weg richtig zurückgelegt wurde.

 

Der wahre Schatz ist die Arbeit bis zum Ziel – das konstante Üben, die Reflexionen, die Disziplin, die Lerneffekte, die Ideen, das Dranbleiben. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig und emotional.