Poweryoga - Yogapower

In letzter Zeit wurde ich gefragt, was für einen Yoga-Stil ich mache. Und gelernt habe ich Poweryoga. Wobei ich zugeben muss, dass natürlich viele Elemente aus meiner 15-jährigen Kung-Fu-Erfahrung miteinfliessen. Und Elemente aus dem Pilates.

 

Wenn ich gefragt werde, wie lange ich schon Yoga praktiziere, kann ich das wie nicht beantworten. So schnell fliegt die Zeit an mir vorbei. Obwohl… Das erste Mal kam ich wohl im 2005 mit Yoga in Kontakt. Und auch dort zog es mich eher in die Poweryoga-Stunden als in die „entspannenden“ Yoga-Stunden. Warum?

 

Nun ja: Als Kung-Fu-Praktizierende (eines äusseren Stils) gehe ich den Weg zuerst über die Körperlichkeit, um irgendwann später dann den Weg nach „Innen“ zu bahnen. Wenn ich das relativ Einfache wie die Körperlichkeit nicht verstehe, wie will ich denn das Hochkomplexe wie das Mentale und die Spiritualiät verstehen? Der Körper gibt mir wundervolle Impulse, ob die eine oder andere Übung für mich wertvoll war. Andere mögen einen anderen Weg gehen, aber für mich stimmt der meinige.

 

Vielleicht fürchte ich, wenn der Körper nicht entsprechend gefordert wird, zu sehr in eine Fantasiewelt der Vorstellungskraft und Pseudospiritualität abzudriften. Eine Lektion im Kung Fu ist nämlich schmerz- wie auch einprägsam: Wenn du getroffen wirst, funktioniert etwas nicht hundertprozentig. Ein sehr genaues Kontrollinstrument. Natürlich ist die Bandbreite der Feinjustierung gross – und deshalb muss auch immer wieder kontrolliert werden. Oft ist ein guter Lehrer nicht jener, der die schnellsten Antworten hat. Sondern jener, der genau hinschauen, beobachten und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann. Und glaubwürdig ist.

 

Ist doch unglaubwürdig, wenn ein Ernährungsberater übergewichtig, aufgedunsen ist und über schlechte Zähne wie auch Haut verfügt? Oder ein Coiffeur eine schreckliche Frisur hat? Oder eine Nailstylisting ihre angeknabberten Fingernägel versteckt. Es geht mir dabei nicht um die fehlende oder vorhandene Fähigkeit. Sondern um die Authentizität, die Einstellung und das Herz der Sache gegenüber.

 

Ja, ich praktiziere Kung Fu. Und ja, ich praktiziere Poweryoga. Und nochmals ja, ich werde mich nächstes Jahr noch vertiefter mit dem Yoga auseinandersetzen und mich weiterbilden. Weil die Power des Yoga mich interessiert – nicht nur körperlich. Nun bin ich bereit für den nächsten Schritt.